Ich finde, dass das aktuelle Serverregelwerk in vielen Bereichen deutlich zu weit geht und dadurch das eigentliche Roleplay eher einschränkt als unterstützt. Grundsätzlich verstehe ich den Ansatz, durch Regeln Fairness und Struktur zu schaffen, allerdings entsteht für mich der Eindruck, dass mittlerweile sehr viele Situationen so stark OOC geregelt sind, dass kaum noch Raum für spontane, kreative oder realistische IC-Entscheidungen bleibt. Statt Roleplay zu fördern, wirkt das Regelwerk in vielen Punkten eher wie ein detailliertes System aus Vorgaben, Limits und festen Abläufen, das den Spielern nur noch wenig eigene Entscheidungsfreiheit lässt.
1. Geiselnahmen sind extrem stark vorstrukturiert
Zitat„Es dürfen maximal 5 Geiseln genommen werden.“
„$50.000 Dollar pro Geisel“
„Nach jeder Geiselnahme gilt […] ein Cooldown von 6 Stunden.“
„Staatsfraktionen sind vepflichtet Forderungen nach Waffen zu erfüllen, wenn dies möglich ist."
„Freiwillige Geiseln oder vorgetäuschte Geiselnahmen sind verboten."
Ein großes Problem bei diesem System ist, dass die komplette Situation einer Geiselnahme bereits OOC stark vorgegeben ist, obwohl genau diese Art von Szenario eigentlich vom freien Roleplay zwischen den Parteien leben sollte. Aus meiner Sicht sollten solche Situationen primär IC geregelt werden - also durch die Verhandlung zwischen der Einsatz-/Verhandlungsleitung und den Entführern selbst. Beide Seiten sollten dabei frei entscheiden und reagieren können, ohne permanent im Hinterkopf zu haben, welche OOC-Grenzen ihnen eigentlich gesetzt sind. Stattdessen entsteht aktuell häufig der Effekt, dass beide Parteien nicht mehr wirklich IC verhandeln, sondern eher innerlich an Regeln gebunden sind wie: „Ich darf nur so viele Geiseln nehmen“ oder „Ich darf nur bis zu diesem Betrag fordern“. Dadurch wird die eigentliche Verhandlungssituation deutlich weniger dynamisch, weil ein großer Teil der Entscheidungsmöglichkeiten bereits außerhalb des Roleplays festgelegt ist. Auch die sehr konkrete Vorgabe, was genau mit wie vielen Geiseln gefordert werden darf, wirkt teilweise überregulierend. Solche Inhalte könnten aus meiner Sicht ebenfalls IC gelöst werden, beispielsweise über Dienstanweisungen oder staatliche Vorgaben innerhalb des RPs. Ein gutes Beispiel wäre hier eine interne Anordnung der Regierung oder des Parlaments, wie sie früher beim LSPD existiert hat, dass bestimmte Dinge (z. B. Personen aus der Untersuchungshaft) grundsätzlich nicht getauscht werden dürfen. So könnte man solche Grenzen vollständig IC abbilden, indem das Parlament oder zuständige Stellen entsprechende Anordnungen treffen, ohne dass dafür feste OOC-Regelgrenzen notwendig sind. Dadurch würde die Kontrolle im Roleplay bleiben, während gleichzeitig mehr Flexibilität und Immersion für beide Seiten erhalten bleibt.
Ich verstehe grundsätzlich den Gedanken hinter dieser Regelung, insbesondere dass verhindert werden soll, dass unrealistische oder unbegrenzte Forderungen gestellt werden. Das ist nachvollziehbar und dient auch dem Balancing. Trotzdem finde ich, dass man genau das auch IC regeln könnte, ohne feste OOC-Grenzen vorzugeben. Verhandlungen zwischen Einsatzleitung und Geiselnehmern sollten eigentlich genau dafür da sein, solche Situationen dynamisch und im Roleplay zu klären. Durch die feste OOC-Vorgabe entsteht jedoch das Problem, dass beide Seiten bereits eingeschränkt sind und im Hinterkopf haben: "Mehr als X darf ich nicht fordern.“ Dadurch verliert die Verhandlung an Freiheit und Natürlichkeit. Theoretisch kann es dadurch sogar passieren, dass ein Geiselnehmer mehr fordert, als erlaubt ist, und die Gegenseite IC kaum reagieren kann, ohne in einen OOC-Konflikt zu geraten, wenn darauf bestanden wird. Zwar gäbe es dann die Möglichkeit des OOC-Chats, aber genau das unterbricht das Roleplay und wäre ein Regelhinweis im OOC-Chat.
2. Überfälle und Entführung
Zitat„Das Starten eines Überfalls nur um direkt zu flüchten ist verboten.“
„Eine Fraktion oder Crew darf gleichzeitig nur einen Raub durchführen.“
„ATM-Raub: 45 Minuten / Ladenraub: 45 Minuten / Bankraub: 120 Minuten / Staatsbankraub: 240 Minuten“
Bei Raubüberfällen verstehe ich grundsätzlich die Idee hinter den Cooldowns und der Begrenzung auf nur einen aktiven Raub pro Fraktion. Das sorgt dafür, dass solche Situationen nicht dauerhaft gespammt werden und gewisse Groß-Szenarien wie Bankraubs strukturiert ablaufen. Allerdings wirkt besonders die Begrenzung auf nur einen Raub pro Fraktion gleichzeitig teilweise unnötig restriktiv. Gerade bei kleineren Raubüberfällen wie Laden- oder ATM-Räube ist es so, dass diese ohnehin stark situationsabhängig sind und sich oft unabhängig voneinander entwickeln. Selbst wenn mehrere Raubüberfälle parallel stattfinden, entsteht daraus nicht automatisch weniger Roleplay - im Gegenteil, es verteilt die Dynamik nur auf mehrere Schauplätze. Für beide Seiten bedeutet das weiterhin aktives RP: Das PD muss Entscheidungen treffen, Prioritäten setzen und Ressourcen koordinieren, während die Entführer bzw. Täter ebenfalls reagieren, flüchten, verhandeln oder eskalieren müssen. Genau daraus entsteht eigentlich spannendes und realistisches Roleplay. (Zumal sind die Überfälle nicht stark lukrativ)
Zitat„Eine Entführung darf nur in eine Geiselnahme umgewandelt werden, wenn:
die Entführung aufgedeckt wurde (Geisel darf nur als Druckmittel verwendet werden, um zu entkommen)
Forderungen an eine andere Bad-Fraktion gestellt werden“
Bei diesem Punkt habe ich vor allem das Gefühl, dass die natürliche Entwicklung einer Entführung stark eingeschränkt wird. Grundsätzlich verstehe ich den Gedanken dahinter, dass eine Geiselnahme nicht willkürlich aus jeder Situation heraus entstehen soll. Allerdings wirkt die Regelung sehr strikt, da sie zwei feste Voraussetzungen vorgibt, bevor sich das Roleplay weiterentwickeln darf. Gerade im IC-Kontext entstehen solche Situationen oft dynamisch - beispielsweise durch Eskalation, spontane Entscheidungen oder Reaktionen der beteiligten Parteien.
3. Fraktionslimit
Zitat„Jede Fraktion darf einen Helikopter pro Kampf einsetzen.“
„Das PD und NOOSE zählen hierbei als eine Fraktion.“
Kritisch sehe ich vor allem die Gleichsetzung von PD und NOOSE als eine Fraktion. Beide Einheiten haben im RP nicht zwingend dieselben Aufgaben oder Ziele. Während das PD oft direkt im Einsatzgeschehen und Schussgefecht agiert, übernimmt das NOOSE häufig eher unterstützende oder beobachtende Rollen, zum Beispiel zur Lageübersicht aus der Luft, ohne direkt aktiv am Kampf teilzunehmen. Durch die aktuelle Regelung wird diese Trennung jedoch nicht berücksichtigt, da beide automatisch denselben Helikopter-Slot teilen müssen. Dadurch wird auch die taktische Möglichkeit eingeschränkt, Luftunterstützung und direkte Einsatzführung getrennt voneinander darzustellen. Aus meiner Sicht wäre es sinnvoller, hier stärker zwischen aktiver Teilnahme am Schussgefecht und unterstützender Beobachtung zu unterscheiden, statt beide Fraktionen vollständig zusammenzufassen. So könnte man weiterhin die Anzahl aktiver Kampf-Helikopter begrenzen, ohne die taktische Flexibilität unnötig einzuschränken.
4. Baseraids & Fraktionskonflikte
Hier fällt mir vor allem auf, dass viele Aspekte rund um Baseraids und Fraktionskonflikte stark über feste Zeitvorgaben und Cooldowns geregelt werden.
Zitat„Ein Basraid ohne Besetzung muss nach spätestens 45 Minuten beendet sein.“
„Bei einem Baseraid gilt ein Cooldown von 3 Stunden für die gleiche Fraktion.“
„Bei Streetfights gilt ein Cooldown von 6 Stunden.“
„Der Beginn eines Streetfights muss mindestens 10 Minuten vorher angekündigt werden.“
Ich verstehe den Gedanken dahinter, Konflikte zu begrenzen und Spam zu verhindern. Trotzdem wirken diese festen Zeitregeln teilweise sehr starr und nehmen den Situationen etwas von ihrer natürlichen Dynamik. Gerade die 45-Minuten-Grenze oder die festen Cooldowns sorgen dafür, dass der Ablauf stark OOC-gesteuert wirkt, statt sich IC organisch zu entwickeln. Auch die 10-Minuten-Ankündigung bei Streetfights reduziert die Spontanität solcher Konflikte deutlich. Insgesamt entsteht dadurch eher ein System aus festen Zeitfenstern, statt frei entstehendem Roleplay.
5. Staatsfraktionen
Zitat„Mitglieder von Staatsfraktionen dürfen Fahrzeuge erst pitten, wenn diese rücksichtslos fahren und andere gefährden.“
„In folgenden Fällen darf sofort gepitted werden: Wenn die Fahrzeuginsassen einem Verbrechen verdächtigt sind.“
Solche Einsatzentscheidungen könnten aus meiner Sicht besser IC über Dienstvorschriften oder interne Regeln der Staatsfraktionen geregelt werden, statt direkt im Serverregelwerk. Das Regelwerk könnte hier eher nur den Rahmen setzen (z. B. Verbot von unrealistischem Pitten über FailRP), während die konkrete Anwendung im Einsatz selbst IC entschieden wird. So hätten Fraktionen mehr Spielraum, ohne dass alles OOC vorgegeben ist.
(WEITERES FOLGT IM KOMMENTAR, wegen der Limitierung auf 10.000 Zeichen ..)
6. Inhaftierung
Zitat„Vollzugsbeamte können eigenständig bis zu 2 Stunden inhaftieren.“
„Bei besonders tiefgehenden Ermittlungen kann die Verlängerung der Haftzeit auf 3 Stunden angefordert werden.“
Die Begrenzung der eigenständigen Inhaftierung auf 2 Stunden ist aus meiner Sicht nachvollziehbar, da sie einen klaren Rahmen schafft. Kritischer sehe ich jedoch die feste Obergrenze von 3 Stunden, die zusätzlich noch durch die Fraktionsverwaltung genehmigt werden muss. Gerade in Situationen mit vielen oder schweren Straftaten kann es IC absolut logisch sein, dass deutlich längere Haftzeiten gerechtfertigt wären. Durch diese starre OOC-Grenze wird die strafrechtliche Bewertung teilweise aus dem Roleplay herausgezogen, obwohl sie eigentlich IC durch Justiz, Ermittlungen und Gerichtsverfahren entschieden werden könnte. Zumal es eh die administrative Beurteilung durch die Fraktionsverwaltung gibt.
7. Konvoi
Zitat„Sollte der Kampf gegen die Staatsfraktionen gewonnen sein, so müssen sich die Bad-Fraktionen gegeneinander bekämpfen, nachdem die Beute aufgeteilt wurde. Sie müssen ihre Kooperation aber sofort beenden.“
Hier sehe ich vor allem ein Problem darin, dass ein eigentlich rein IC-dynamischer Moment durch das Regelwerk fest vorgeschrieben wird. Ob sich Bad-Fraktionen nach einem gemeinsamen Erfolg gegeneinander wenden oder ihre Kooperation weiterführen bzw. diplomatisch lösen, ist aus meiner Sicht etwas, das komplett im Roleplay entschieden werden sollte. Durch die Pflicht, sich nach dem Konvoi zwingend zu bekämpfen, wird ein natürlicher IC-Verlauf (z. B. Absprachen, Verrat, Teilung der Beute oder auch ein temporäres Bündnis) direkt ausgeschlossen. Dabei wäre genau diese Unsicherheit eigentlich ein spannender Teil des Roleplays.
8. Korruption
Zitat„Ebenfalls korrupt ist: Das Fahren ohne Fahrerlaubnis.“
Hier sehe ich grundsätzlich ein Problem darin, dass sehr klassische IC-Verstöße direkt als Korruption im Regelwerk festgelegt werden. Dinge wie das Fahren ohne Fahrerlaubnis sind im Grunde typische Regel- bzw. Gesetzesverstöße innerhalb des RP und könnten vollständig IC über Gesetze, Dienstvorschriften und interne Disziplinarmaßnahmen geregelt werden. Gerade solche Punkte könnten eigentlich durch das Roleplay selbst abgebildet werden - also durch Ermittlungen, interne Konsequenzen oder Disziplinarmaßnahmen innerhalb der Staatsfraktionen. Durch die direkte Aufnahme ins Regelwerk wird dieses Verhalten jedoch pauschal OOC definiert, statt es IC ausspielen zu lassen. Ich verstehe zwar, dass es daran liegt, dass bestimmte Einheiten (z. B. interne Kontrolle) solche Dinge nicht konsequent genug IC verfolgen, allerdings ist das aus meiner Sicht kein Grund, solche Themen vollständig ins Regelwerk zu verlagern. Dadurch wird ein eigentlich spielinterner Konflikt unnötig OOC festgelegt, statt ihn im Roleplay selbst zu lösen.
9. Schusscalls & Reifenschusscalls
Zitat„Ergibt sich ein Spieler, so darf dieser nicht mehr am gleichen Gefecht teilnehmen.“
Der Gedanke hinter dieser Regel ist grundsätzlich nachvollziehbar, da verhindert werden soll, dass sich Situationen unendlich im Kreis drehen oder Spieler mehrfach in dasselbe Gefecht eingreifen. Problematisch ist jedoch die starre Anwendung im Roleplay-Ablauf. In der Praxis kann es nämlich dazu führen, dass ein Spieler sich z. B. ergibt, festgenommen oder wieder befreit wird und dadurch trotzdem komplett aus der laufenden Situation "herausgeschrieben“ ist, obwohl IC eigentlich noch logische Anschlussreaktionen möglich wären (z. B. Austausch, Rettung, erneute Beteiligung im selben Kontext).
Zitat„Ein Reifenschusscall erlaubt das Schießen auf Reifen […]“
Der Teil, dass ein Reifenschusscall ein vollwertiges Gefecht auslösen kann, ist aus meiner Sicht sinnvoll, da hier eine klare Eskalationsstufe definiert wird. Den restlichen Aufbau (wer ihn aussprechen darf, wann genau er erlaubt ist usw.) sehe ich jedoch eher als etwas, das man auch über IC-Einsatzrichtlinien der Staatsfraktionen regeln könnte. Dadurch würde das Regelwerk weniger tief in einzelne Einsatzentscheidungen eingreifen und mehr den allgemeinen Rahmen setzen.
10. Rachestränge
Zitat„Rachestränge dürfen nicht aufgehoben werden und müssen bis zum Ende des nächsten Tages vollzogen sein.“
Der Punkt mit der festen Frist wirkt aus meiner Sicht etwas zu starr. Rachestränge hängen oft stark von der aktuellen Spielsituation, Aktivität der beteiligten Fraktionen und der allgemeinen Lage auf dem Server ab. Eine starre "bis morgen abgeschlossen“-Vorgabe kann dazu führen, dass solche Stränge eher gezwungen oder unnötig erzwungen wirken, anstatt sich organisch aus dem Roleplay heraus zu entwickeln.
Zitat„Der Grund für den Rache-Strang muss mit einem Clip festgehalten und auf Anfrage vorgezeigt werden können.“
Hier sehe ich zusätzlich einen gewissen Widerspruch bzw. eine Inkonsistenz im Regelwerk. Wenn die allgemeine Clip-Pflicht im Roleplay abgeschafft wurde (durch die Pflicht eines Verantwortlichen), wirkt es widersprüchlich, bei Rachesträngen dennoch verpflichtend auf Clip-Nachweise zu bestehen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass bestimmte Regelbereiche wieder eine strengere OOC-Dokumentationspflicht haben, während andere bewusst davon weggehen.
11. FearRP
Zitat„Wenn man aktiv von einer Waffe bedroht wird (in die Richtung der Person gerichtet) so steht man stets unter FearRP.“
Diese Grunddefinition ist sinnvoll und wichtig für realistisches RP. Kritisch sehe ich jedoch die Ergänzung:
Zitat„Ist die eigene Gruppe offensichtlich besser ausgestattet, so gilt dies nicht.“
Das führt zu sehr situativen Ausnahmen, die im RP ohnehin dynamisch entstehen sollten. Solche Bewertungen („besser ausgestattet“) werden im Gefecht subjektiv und können schnell zu Diskussionen führen, obwohl die Situation eigentlich IC entschieden werden könnte. Ebenso wäre es laut Definition möglich, selbst wenn ich aktiv bedroht werde und theoretisch besser ausgestattet bin, ich einfach eine Waffe ziehen könnte etc..
Zusätzlich:
Zitat„Staatsbeamte müssen keine Staatsgeheimnisse oder interne Informationen weitergeben.“
Ich finde solche Schutzmechaniken sollten nicht einseitig nur für Staatsfraktionen gelten. Auch für Bad-Fraktionen sollte es die Ausnahme geben, dass diese gewisse Informationen nie preisgeben müssen (ggf. Leitungspersonen / in naher Zukunft liegende Überfälle etc.) Während bspw. eine Razzia ein Staatsgeheimnis wäre, wieso ist die aktive Planung eines Überfalls nicht ebenfalls für die Badfraktionen geschützt? Beides hätte zur Folge, dass die Gegenpartei sich aktiv vorbereitet etc..
12. VDM (Vehicle Deathmactch)
Zitat„Das Benutzen seines Fahrzeugs als Waffe ist verboten.“
Die Regel ist grundsätzlich verständlich und wichtig, wirkt aber sehr pauschal. In realistischen RP-Situationen gibt es auch kontrolliertes oder taktisches Anfahren (z. B. leichte Kollisionen zum Stoppen einer Person). Eine zu strikte Regel nimmt hier Dynamik aus Verfolgungen und Polizeiarbeit, die eigentlich IC besser differenziert werden könnte. Ich würde es in einem gewissen Rahmen legitimieren. (Logischerweise soll das "rammen" mit 300km/h weiterhin regeltechnisch verboten sein [..])
13. FailRP - Leichen
Zitat„Das Reden mit Leichen.“ (ist verboten)
Diese Regel halte ich in dieser Form für zu starr. In vielen RP-Situationen kann das Sprechen mit einer Leiche (z. B. emotionaler Abschied, Verarbeitung einer Situation) durchaus realistisches und immersives RP sein. Eine pauschale Verbotsregel nimmt hier wichtige Möglichkeiten für tiefes Charakter-RP weg. (Zusatzregelung für Leichenschändung existiert bereits)
14. FailRP - Durchsuchung
Zitat„Grundlose Durchsuchung von Personen oder Fahrzeugen.“ (ist verboten)
Auch dieser Punkt wirkt eher wie eine IC-Frage. Ob eine Durchsuchung gerechtfertigt ist, ergibt sich normalerweise aus Gesetzen, Befugnissen und der jeweiligen Situation im RP. Eine globale OOC-Einstufung als FailRP reduziert hier eher die Freiheit von Polizei- und Kontroll-RP. Für mich gibt es kaum ersichtliche Gründe, wieso das unter FailRP deklariert werden sollte und entsprechend verboten.
15. Vertuschung
Zitat„Innerhalb dieser Zeitspanne darf die Kleidung nicht gewechselt werden.“
Diese Einschränkung wirkt sehr künstlich. Spieler werden dadurch stark in ihrem Verhalten nach einer Situation eingeschränkt, obwohl das Wechseln von Kleidung auch IC viele mögliche Erklärungen haben kann (Flucht, Tarnung, Improvisation). Das wirkt wie eine unnötige OOC-Fixierung eines eigentlich RP-basierten Problems.
16. Safezone
Zitat„Das Tragen von Maskierungen in Safezones ist verboten.“
Diese Regelung könnte ebenfalls IC gelöst werden, z. B. über Hausrecht, Sicherheitskontrollen oder Strafrecht. Eine pauschale OOC-Regel nimmt hier Flexibilität weg und verhindert teilweise auch legitimes RP-Verhalten (z. B. verdeckte Bewegungen oder taktisches Auftreten). // Wenn es jemanden stören sollte, gibt es die Möglichkeit auf Strafanzeige.
17. Neustarts
Zitat„Server-Neustarts lösen alle aktiven Situationen auf.“
Diese Regel wirkt sehr einschränkend auf laufendes RP. Wenn sich eine Situation im Spiel organisch entwickelt und länger dauert, sollte sie auch über einen Neustart hinaus fortgeführt werden können. Durch die feste OOC-Vorgabe wird hier ein natürlicher RP-Verlauf künstlich abgebrochen, obwohl die Situation IC eigentlich weiterlaufen würde. (Da ein Serverrestart so oder so ein OOC-Ding ist und kein Einfluss auf das IC-Geschehen hat und auch nicht ausgespielt werden darf). // Ausnahme für aktive Schussgefechte verstehe ich auf Grundlage der Vorteilsgewährung die entsteht, bei sonstigen Situationen ist es für mich eher eine unnötige Einschränkung.
18. Besitzübergabe
Zitat„VIP-Fahrzeuge dürfen nur getauscht aber nicht verschenkt werden.“
Diese Einschränkung wirkt ebenfalls unnötig starr. Wenn ein Fahrzeug im Besitz eines Spielers ist (wofür er Geld ausgegeben hat), sollte er grundsätzlich auch frei entscheiden können, es zu verschenken. Die Regel wirkt wie eine künstliche Einschränkung von Eigentum im RP. // Sofern es irgendeine TOS gibt, von der ich nichts wusste, entschuldige ich mich für diesen Punkt.
19. Fraktionsverwaltung
Zitat„Es dürfen nicht mehr als 3 Fraktionsverwalter Mitglied der gleichen Fraktion sein.“
Diese Regel halte ich ebenfalls für überreguliert. Wenn die Gefahr einer nicht objektiven Entscheidungsfindung, sofern zu viele Fraktionsverwaltungen in der Fraktion sind vorliegt, stellt sich ohnehin die Frage, ob die Person für solch eine Teamrolle geeignet wäre.
20. Ausruferecht der National Guard
Zitat„Die National Guard muss ausgerufen werden. Hierfür berechtigt sind: Major+ der National Guard, Parlament.“
Diese Regelung wirkt an vielen Stellen unnötig OOC festgelegt. Wer die National Guard ausrufen darf, ergibt sich eigentlich sehr gut aus internen IC-Strukturen, Hierarchien und politischen Entscheidungswegen. Gerade das Parlament und hohe Dienstgrade sollten solche Entscheidungen im RP selbst treffen können, ohne dass es eine starre OOC-Berechtigungsregel braucht.
Auch die Bedingung:
Zitat„Die National Guard darf die Basis in jedem anderen Fall nicht verlassen. Es gelten folgende Ausnahmen: …“
Auch diese Einschränkung wirkt überreguliert. Viele der genannten Ausnahmen (Offiziere, Military Police, Schutzaufgaben, Training etc.) ergeben sich ohnehin aus der internen Struktur und dem jeweiligen Einsatzkontext. Zusätzlich greifen bereits allgemeine Regeln wie Einmischungsverbote und Zuständigkeitsgrenzen der Fraktionen, wodurch eine so detaillierte OOC-Aufzählung eigentlich nicht notwendig wäre.
21. Doppelung der Regelung
Zitat„Parliamentary Agents sind Polizeibeamte und dürfen deshalb nicht korrupt sein.“
Dieser Satz wirkt redundant, da die Korruptionsregelung bereits klar definiert:
Zitat„Parlament (auch außer Dienst, wenn es im Zusammenhang mit der Parlamentsarbeit steht)“
Damit ist die gesamte Institution Parlament inklusive zugehöriger Rollen bereits vollständig abgedeckt. Die zusätzliche explizite Erwähnung der "Parliamentary Agents“ führt eher zu einer doppelten Absicherung derselben Regel, ohne neuen Regelwert zu schaffen.
Ich weiß, es ist viel Text, dafür möchte ich mich entschuldigen. Das Thema liegt mir allerdings schon länger auf dem Herzen und ich wollte meine Punkte einmal gesammelt und strukturiert darlegen. Für Kritik, Verbesserungsvorschläge oder auch andere Sichtweisen bin ich jederzeit offen, da es sich hierbei nur um grobe Punkte handelt, die mir aufgefallen sind.
GaLieGrü
Dominik ![]()